Plasmaspenden sind wichtig

Plasmaspende – Die andere Art, Leben zu retten

Geschrieben am: 03.10.2020

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Was ist Blutplasma und warum ist es in der Medizin so wichtig

Als Blutspender und Blutspenderin wisst Ihr: Blut besteht aus verschiedenen Bestandteilen, die je nach Verwendung ihre eigene, wichtige Bedeutung haben und Funktion erfüllen. Üblicherweise teilt man dabei eine Vollblutspende in seine Bestandteile auf und gewinnt daraus je ein Erythrozyten- und ein Thrombozyten-Präparat, aber eben auch das Blutplasma. Aber warum ist Plasma so wichtig, dass man auch eine reine Blutplasmaspende absolvieren kann und Plasmaspender ebenso dringend benötigt werden wie Blutspender?

Blutplasma ist der flüssige Anteil des Blutes (ca.55%), in welchem die Blutzellen zirkulieren, und besteht zu etwa 90% aus Wasser. Die übrigen 10% sind jedoch wichtige und besondere Eiweiße und das Plasma erfüllt damit lebenswichtige Funktionen im Körper:

  • Transport von Nährstoffen, Abwehrstoffen und Hormonen
  • Aufrechterhaltung des Blutdrucks
  • Blutgerinnung und Abwehr von Krankheiten

Warum Plasma spenden?

Blutplasma kann, ebenso wie Vollblut, nicht synthetisch hergestellt werden und der Bedarf muss durch Spenden gedeckt werden. Plasma und daraus hergestellte Medikamente werden von Patienten benötigt, deren Blut durch Krankheit oder nach Verletzung seine Funktion nicht mehr voll erfüllen kann. So ist insbesondere bei großen Blutverlusten, Blutgerinnungsstörungen, Verbrennungen oder lebensgefährlichen Abwehrschwächen und Immunkrankheiten die Hilfe durch Blutplasma lebenswichtig.

Wer kann spenden?

Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 72 Jahren (Erstspender 60 Jahre) kann Blutplasma spenden. Wie bei der Blutspende wird die finale Spendetauglich- und Verträglichkeit im vertraulichen Arztgespräch vor der Spende festgestellt. Vor der ersten Plasmaspende wird zudem in der Regel ein einzelnes Röhrchen für eine labortechnische Eignungs-Untersuchung abgenommen.

Wie läuft eine Plasmaspende ab?          

Die Plasmaspende findet gleich der Blutspende mit einer Punktion in der Armbeuge statt. Aber bei der sogenannten Plasmapherese wird mittels spezieller Zellseparatoren das Blut in seine Komponenten zerlegt und die festen Blutbestandteile werden dem Körper zurückgeführt. Die modernen Geräte bieten dabei höchste Sicherheit und die Spende dauert etwa 45 Minuten. Durch die Rückführung der Blutzellen kann eine Plasmaspende im Gegensatz zur Vollblutspende sehr viel öfter erfolgen.

Lara und Julen spenden regelmäßig Plasma

Plasmaspender aus Leipzig

 

Plasmaspender sind wie Blutspender aus den verschiedensten Gründen motiviert, ihren Mitmenschen zu helfen und zur Spende zu gehen. Warum spenden z.B. Lara, Studentin und Julen, Schulassistenz, aus Leipzig regelmäßig gemeinsam zur Plasmaspende im Leipziger DRK-Blut- und Plasmaspendezentrum?

Julen: „Ich gehe zur Plasmaspende, weil es gemessen am Zweck für mich eigentlich keinen großen Aufwand bedeutet. Mit meiner Spende, kann ich einiges in der Forschung und Wissenschaft bewegen. Es ist für mich ein einfacher Weg zu unterstützen. Außerdem kommen wir meistens zu zweit, dass macht das Ganze noch entspannter und wir konnten die Spender werben Spender Aktion wahrnehmen.“

Lara: „Ich gehe Plasmaspenden, weil viele Menschen auf die Spende angewiesen sind und ich so ein wenig helfen kann. Ich sehe es so, dass ich anders als beim Blutspenden öfter spenden gehen kann. Und ich fühle mich immer wohl bei der Spende, weswegen ich gern herkomme.“

Wie fühlt sich die Spende an?

Lara: „Vor dem Stich bin ich irgendwie auch nach so vielen Spenden irgendwie immer nervös. Unbegründet. Von der Spende merkt man eigentlich auch nicht viel, ganz selten merkt man es leicht wenn das Blut zurück in den Körper läuft und der Gedanke daran ist merkwürdig, aber es tat aber noch nie weh oder ähnliches. Eigentlich sitzt man quasi nur auf einem bequemen Stuhl rum".

Julen: „Man hat immer ein bisschen Respekt vor der Nadel. Das ist tatsächlich aber dann immer nur halb so schlimm und tut eigentlich echt nicht weh. Ansonsten ist es sehr angenehm. Ich hatte noch nie Beschwerden, man ist gut umsorgt.“

Wie vertreibt ihr Euch die Zeit während der Spende?

Julen: „Meistens lese ich, höre einen Podcast, oder quatsche mit Lara. Ab und an schalte ich aber einfach ab oder lasse ich mich vom Fernsehgeschehen ablenken.“

Lara: „Meistens können wir Liegen nebeneinander bekommen und dann quatschen wir. Ansonsten höre ich gerne Podcast oder lass mich von Videos berieseln. Ab und zu lese ich. Heute beispielsweise rechne ich tatsächlich die jeweiligen Anteile der Stromnachzahlung für mich und meine MitbewohnerInnen aus. Das, was eben so ansteht und wofür man sonst keinen Nerv findet.“

Laras und Julens Engagement zeigt, dass die Plasmaspende trotz der längeren Dauer oder etwa einer längeren Anfahrt zum Spendezentrum keine unangenehme Prozedur ist, vor der man sich fürchten muss.

Mehr zum Thema Plasmaspende findet Ihr hier: https://www.blutspende-nordost.de/plasmaspende/die-plasmaspende/index.php

Rekonvaleszenzplasma spenden: https://magazin.blutspende.de/blutspende-hautnah/andreas-gesche-aus-dresden-hilft-nach-ueberstandener-corona-infektion-covid-19

Alle Spendearten im Überblick: https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutspende-plasmaspende-und-was-noch

 

 

 


Kerstin, Autorin digitales Spendermagazin
Kerstin

Das Thema Blutspende hat so viele interessante Facetten, wir stellen sie hier vor.

Pressesprecherin DRK-Blutspendedienst Nord-Ost, Standort: Berlin