Weltgesundheitstag am 7. April: Weltweit auf Gesundheitsthemen aufmerksam machen

Weltgesundheitstag am 7. April: Gemeinsam auf Themen rund um ein gesundes Leben aufmerksam machen

Autorin Susanne

von 

Susanne
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 am 06.04.2021

Am 7. April 1948 wurde die Weltgesundheitsorganisation gegründet

Am 7. April 1948 wurde die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization WHO) als eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen gegründet. Zu ihren Aufgaben hat sie sich die Bekämpfung von Erkrankungen – insbesondere Infektionskrankheiten - und die Förderung der allgemeinen Gesundheit der Menschen weltweit gemacht.

Seither findet jährlich am 7. April der Weltgesundheitstag als weltweiter Aktionstag statt, seit 1954 wird er am Gründungstag der WHO auch in Deutschland mit unterschiedlichen, thematischen Schwerpunkten begangen. 2021 lautet das weltweite Motto: „Building a fairer, healthier world“ – Gesundheitliche Chancengleichheit. Eine Thematik, auf die gerade auch vor dem Hintergrund einer weltweiten Pandemie aufmerksam gemacht werden soll. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen treffen solche Länder der Welt am härtesten, die ohnehin täglich beispielsweise mit Armut, Nahrungsmittelknappheit und schlechten Hygienebedingungen zu kämpfen haben.

Versorgung mit Blutpräparaten

Ein wesentlicher Baustein des Gesundheitswesens weltweit ist die Versorgung mit Blutpräparaten. In Deutschland haben dabei die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes einen Versorgungsauftrag zu erfüllen, und zwar an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr. Sie decken rund 75 % des gesamten Blutbedarfs ab - nach strengen ethischen Normen - freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich. Neben den gesetzlichen Vorschriften, die in der Bundesrepublik Deutschland für das Blutspendewesen gelten, folgen die DRK-Blutspendedienste auch den ethischen Grundsätzen des Roten Kreuzes. Unter anderen beinhalten diese Grundsätze folgende Punkte:

  • Die Blutspende muss unter allen Umständen freiwillig sein; auf den Spender darf keinerlei Druck ausgeübt werden
  • Der Spender soll über alle Risiken aufgeklärt werden, die mit der Blutentnahme zusammenhängen; seine Gesundheit und Sicherheit müssen ständig im Auge behalten werden
  • Finanzieller Nutzen darf weder für den Spender, noch für denjenigen Beweggrund sein, der für die Blutentnahme zuständig ist. Die freiwillige, unentgeltliche Blutspende soll stets gefördert werden
  • Die Anonymität des Spenders und des Empfängers muss - von Sonderfällen abgesehen - gewahrt bleiben
  • Bei der Blutspende darf keine nachteilige Unterscheidung auf Grund von Rasse, Staatsangehörigkeit oder Religion gemacht werden

Das gesamte Blutspendewesen, sowie die Herstellung der einzelnen Präparate, die aus dem Spenderblut gewonnen werden, unterliegen in Deutschland neben den gesetzlichen Vorschriften den Regeln, die in der „Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Richtlinie Hämotherapie)" festgelegt sind und letztlich nicht nur der Sicherheit der Blutpräparate dienen, sondern auch der Gesundheit der Blutspenderinnen und –spender, sowie der von Patienten, die Bluttransfusionen erhalten.

Auch regelmäßiges Blutspenden kann zu einem gesunden Lebensstil des Spenders beitragen – und es hilft Patienten, die zum Überleben auf Blutpräparate angewiesen sind

Messung des Hämoglobinwerts vor der Blutspende

Wer zwischen 18 und 72 Jahren, oder als Erstspender zwischen 18 und 65 Jahren alt ist, ein Mindestkörpergewicht von 50 kg hat und sich gesund und fit fühlt, kann eine Blutspende leisten. Auf jedem DRK-Blutspendetermin werden vor Ort die Körpertemperatur, der Hämoglobinwert und der Blutdruck gemessen. Ein Arzt entscheidet letztlich nach einem Anamnesegespräch und einem kurzen Check darüber, ob tagesaktuell eine Blutspende geleistet werden kann oder ob es Ausschlusskriterien gibt, die zu einer temporären oder dauerhaften Rückstellung von der Blutspende führen. Eine zusätzliche Gesundheitsvorsorge für alle DRK-Blutspenderinnen und –spender besteht in der Untersuchung des Blutes mit jeder Spende: Mittels molekularbiologischer Testverfahren zum direkten Nachweis von Viren (PCR) wird ermittelt, ob aktuell Hepatitis-Viren (Erreger entzündlicher Lebererkrankungen, Hepatitis A, B, C, E), HI-Viren (Verursacher der Immunschwächeerkrankung AIDS), Parvovirus B 19 (Erreger der Ringelröteln), West-Nil-Virus oder CM-Viren (Zytomegalieviren) vorhanden sind. Außerdem wird das Blut auf Antikörper gegen die Erreger der Geschlechtskrankheit Syphilis, HIV-Antikörper, Hepatitis B-Antikörper und Hepatitis C-Antikörper getestet. Treten dabei Auffälligkeiten hervor, wird der Spender oder die Spenderin informiert und kann sich ggfs. frühzeitig mit einem Haus- oder Facharzt in Verbindung setzen. Für alle Blutspenderinnen und –spender, die ihre Spenden im Versorgungsgebiet des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost (Berlin, Brandenburg, Hamburg, Sachsen, Schleswig-Holstein) leisten, gibt es zusätzlich den sogenannten Gesundheitscheck, und zwar bei der dritten Spende innerhalb eines Jahres. Bei diesem Gesundheitscheck werden dem Spender zusätzliche Werte wie der Cholesterinwert und die Nierenfunktionswerte mitgeteilt.

Für die langfristige Sicherstellung der Patientenversorgung mit Blutpräparaten sind alle Blutspendedienste in Deutschland – und weltweit – auf die Spendebereitschaft der Bevölkerung angewiesen. Denn nach wie vor kann Blut nicht künstlich hergestellt werden, gleichzeitig sind aus menschlichem Blut gewonnene Präparate für viele Erkrankungen oft die einzige Behandlungs- oder Heilungsmöglichkeit. Nur wer selbst gesund ist, kann eine Blutspende leisten. Die Sicherheit und die Gesundheit der Spenderinnen und Spender werden immer höchste Priorität behalten.

Hier kannst du nachlesen, welche besonderen Schutzmaßnahmen auf unseren Blutspendeterminen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie gelten.

Kampagne "It's a match!" lenkt Aufmerksamkeit auf das Thema Blutspende

Kampagnenmotiv It's a match: Dein Typ ist gefragt: Spende Blut

Auch mit unserer Kampagne „It’s a match!“ wollen wir auf das überlebenswichtige Thema Blutspende aufmerksam machen und sowohl Blutspenderinnen und –spender, als auch Empfänger von Bluttransfusionen dazu motivieren, uns dabei zu unterstützen. Der Fokus liegt dabei auf der gleichen Blutgruppe, die beide eng miteinander verbindet. Wenn du auch aktiv an unserer Kampagne teilnehmen möchtest, erfährst du hier, worum es geht und wie du mitmachen kannst. Auch du kannst als Spender oder Spenderin ein perfektes match für einen Patienten sein!

 

Für alle DRK-Blutspendetermine gilt, dass du vorab einen Termin mit einer festen Spendezeit reservieren musst. Hier findest du alle angebotenen Blutspendetermine.

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Autorin Susanne
Susanne

Liebt als gebürtige Kielerin Wind und Meer und freut sich, dass sie auf vielen Terminen zum Thema Blutspende in Hamburg und Schleswig-Holstein Land und Leute immer besser kennenlernt.

Pressereferentin beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost am Standort in Lütjensee, Schleswig-Holstein

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