Das DRK-Team verabschiedet Wilfried Wolter

55 Jahre Lebensretter mit Blut- und Plasmaspenden

DRK-Team verabschiedete Wilfried Wolter in den "Spender-Ruhestand"
Autorin Susanne

von 

Susanne
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 am 16.06.2020

 

DRK-Mitarbeiterin Ulrike Bahls überreicht Geschenke an den scheidenden Spender
DRK-Mitarbeiterin Ulrike Bahls überreicht Geschenke an den scheidenden Spender
 

Genau 131 Vollblut- und 276 Plasmaspenden hat Wilfried Wolter aus Schleswig in seinem Leben geleistet. Zusammen sind das 407 ehrenamtliche Einsätze als Lebensretter!

Beim DRK-Blutspendienst verabschiedete das Team um Institutsleiter Prof. Jürgen Ringwald kürzlich einen der treuesten Schleswiger Spender in den wohlverdienten „Spender-Ruhestand“. Sowohl für Blut- wie auch für Plasmaspender ist mit dem 73. Geburtstag das Spende-Höchstalter erreicht.  Der Abschied fiel beiden Seiten jedoch nicht ganz leicht. Wolter gab bei seiner Verabschiedung und Auszeichnung für seinen jahrzehntelangen Einsatz zu, dass die Mitarbeiter des DRK ihm im Laufe der Jahre wie eine Familie ans Herz gewachsen seien.

Blutplasma – für zahlreiche Behandlungen unersetzbar

Seit seinem 18. Geburtstag spendete Wolter seinen Lebenssaft zum Wohle anderer Menschen. Zu Beginn leistete er Vollblutspenden, die Männer bis zu maximal sechs Mal im Jahr abgeben können. Seit 2002 ließ er sich regelmäßig, alle 14 Tage im Rahmen einer ‚Plasmapherese‘ nur diesen Bestandteil des Blutes entnehmen. Plasma kann bis zu 60 Mal jährlich gespendet werden, wobei zwischen zwei Spenden jeweils ein Zeitraum von mindestens sieben bis 14 Tagen liegen sollte. Benötigt wird das Blutplasma, das nach der Spende tiefgefroren gelagert wird und so eine Haltbarkeit von bis zu zwei Jahren hat, beispielsweise für Patienten, die eine angeborene oder erworbene Störung der Bildung von Gerinnungsfaktoren haben, sowie bei Patienten mit Verbrennungen oder hohem Blutverlust. Das Plasma ist für eine Vielzahl von Behandlungen unersetzbar.

Für Wilfried Wolter war die dringend notwendige Hilfe für andere Menschen immer die größte Motivation für sein langjähriges Engagement. Mit dem jetzigen Abschied von seiner Spendetätigkeit blickt der Rentner jedoch auch mit Stolz auf seine Leistung zurück. „Zuhause hängen mehrere Spenderurkunden an meiner Wand. Die regelmäßigen Besuche beim DRK-Blutspendedienst werde ich vermissen. Ich bin hier immer von einem tollen Team empfangen worden“.

DRK-Mitarbeiterin Marion Bend bedankt sich persönlich bei Wilfried Wolter für sein langjähriges Engagement
DRK-Mitarbeiterin Marion Bend bedankt sich persönlich bei Wilfried Wolter für sein langjähriges Engagement

Zum Abschied bedankte sich das Team des Blutspendedienstes mit einer Ehrungs-Urkunde und Geschenken bei Wilfried Wolter. Entnahme-Mitarbeiterin Marion Bend war ein persönlicher Dank an den langjährigen Spender besonders wichtig – sie hatte Wolter bei dem überwiegenden Teil seiner Spenden im DRK-Institut betreut.

Beim DRK-Blutspendedienst in Schleswig können werktäglich zu den jeweiligen Öffnungszeiten Blut-, Plasma-, sowie Thrombozytenspenden geleistet werden. Das DRK-Team freut sich auf den Besuch und erteilt auch vor Ort gern Informationen zu den unterschiedlichen Spendearten, sowie zu den Voraussetzungen, die Spender erfüllen müssen. Bitte zur Spende den Personalausweis mitbringen.

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Autorin Susanne
Susanne

Liebt als gebürtige Kielerin Wind und Meer und freut sich, dass sie auf vielen Terminen zum Thema Blutspende in Hamburg und Schleswig-Holstein Land und Leute immer besser kennenlernt.

Pressereferentin beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost am Standort in Lütjensee, Schleswig-Holstein

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