Frank Wernicke

Blutplasma gegen Blutkrankheit - trotz schlimmer Diagnose geht es Frank Wernicke heute gut

Kerstin, Autorin digitales Spendermagazin

von 

Kerstin
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 am 29.10.2021

Blutspenderinnen und Blutspender retten jeden Tag Menschenleben. Verbindendes Element bei einer Bluttransfusion ist dieselbe Blutgruppe, die Blutspender und -empfänger miteinander vereint. Unsere Kampagne „It’s a match!“ lässt nicht nur Lebensretter zu Wort kommen, sie gibt auch den Patienten eine Stimme und ein Gesicht, die dank Bluttransfusionen zum Beispiel einen Unfall überlebt haben oder trotz einer schweren Erkrankung wieder positiv in die Zukunft schauen können. Sie alle machen Mut und können noch mehr Menschen zum Spenden motivieren. Hier erzählen wir ihre bewegenden Geschichten.

Seine bösartige Bluterkrankung multiples Myelom konnte Frank mit einer Stammzelltransplantation und Blutplasma aus Spenderblut bekämpfen

Frank Wernicke

Frank Wernicke hatte fest vor, endlich selbst einmal eine Blutspende zu leisten. „Doch dann kam die Krankheit dazwischen“, wie er sagt. Bei einer Routineuntersuchung 2016 wurde bei dem damals 50 Jahre alten Erzieher aus Bad Freienwalde eine sogenannte Osteolyse festgestellt, ein Prozess des Knochenabbaus im menschlichen Körper. Bei Frank Wernicke war zu diesem Zeitpunkt bereits fast der gesamte Oberkörper betroffen. Sein Orthopäde empfahl ihm daraufhin das Helios Klinikum Berlin-Buch für die notwendige weiterführende Behandlung der bösartigen Bluterkrankung. https://www.helios-gesundheit.de/kliniken/berlin-buch/ 

Foto: Thomas Oberländer I Helios Kliniken

Eine Stammzelltransplantation war notwendig

Die Ärzte dort schlugen ihm eine Stammzelltransplantation vor. Nach einer vorbereitenden Bestrahlung und einer Chemotherapie, musste sich Frank Wernicke zunächst für eine bestimmte Zeit selbst Bauchspritzen setzen, die dafür sorgten, dass seine Blutzellen sich regenerieren und neue, gesunde Stammzellen bilden konnten. Durch geschultes Fachpersonal des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, der für einen solchen Vorgang zuständig ist, wurden ihm dann im Helios Klinikum Berlin-Buch die gesunden Stammzellen entnommen, im Labor des DRK-Blutspendedienstes gesäubert und im Klinikum wieder zugeführt. https://www.stammzellspenderdatei.de/

Dank Teamwork auf einem guten Weg

Dank des Zusammenspiels der Ärzte im Helios-Klinikum Berlin-Buch und des Teams des DRK-Blutspendedienstes hat sich Frank Wernicke relativ schnell erholen können. Mittlerweile ist er medikamentös auch so gut eingestellt, dass die Nachwirkungen der Chemotherapie in den Nerven der Hände und Füße erträglich sind. „Heute geht es mir den Umständen entsprechend gut“, sagt der inzwischen 56jährige. Wernicke unterstützt inzwischen ehrenamtlich die Initiative „Uckermark gegen Leukämie“, ein Verein, der Familien betroffener Angehöriger Hilfe bietet. Mit einem Patientenmobil erfüllt der Verein zum Beispiel schwerkranken Menschen Herzenswünsche und begleitet sie dabei. Hier ist der Bad Freienwalder Wernicke der Mann für die Koordination, telefoniert, schreibt E-Mails und organisiert. Eine Tätigkeit, die ihm viel Freude macht. Aus den eigenen Erfahrungen heraus kann er auf die Wünsche der akut Erkrankten einfühlsam eingehen. https://www.uckermark-gegen-leukaemie.de/

Doppeltes Ehrenamt

Seinen ursprünglichen Beruf kann Frank Wernicke krankheitsbedingt nicht mehr ausüben, doch die Arbeit für den Verein tröstet auch über die Einschränkungen in der Pandemie hinweg. Als Risikopatient lebt er derzeit eher zurückgezogen und meidet Menschenansammlungen. Er bewegt sich lieber viel in der freien Natur. „Was mir wirklich fehlt, sind Ausflüge ins Kino oder einfach mal wieder Essen zu gehen“. inzwischen geht es Frank Wernicke so gut, dass er noch ein weiteres Ehrenamt übernommen hat. Seit kurzem hilft er auch tatkräftig bei der Bad Freienwalder Tafel aus.

Auch du kannst Menschen wie Frank mit einer Blutspende helfen und dich typisieren lassen

Frank Wernicke ist dankbar, dass es ihm soweit gut geht und schaut zuversichtlich nach vorn. Im Namen anderer Betroffener bittet er: Ich selbst musste während meiner Chemotherapien aus Blutspenden gewonnenes Blutplasma bekommen, da meine eigenen Werte quasi im Keller waren. An alle bisherigen Nichtspender kann ich nur den Appell richten, Blut zu spenden, jeder kann einmal auf eine Spende angewiesen sein!“

Wer Menschen wir Frank unterstützen und selbst Blut spenden möchte, kann das beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost tun. Alle Termine unter https://blutspende-nordost.de/blutspendetermine/ 

Auf jedem DRK-Blutspendetermin kann man sich übrigens auch als potentzieller StammzellspenderIn typisieren lassen https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/stammzellspender-werden-so-einfach-gehts

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Kerstin, Autorin digitales Spendermagazin
Kerstin

Das Thema Blutspende hat so viele interessante Facetten, wir stellen sie hier vor.

Pressesprecherin DRK-Blutspendedienst Nord-Ost, Standort: Berlin

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