Florian kann mit seiner Blutspende Leben retten und beispielsweise auch Patienten mit Immunthrombozytopenie helfen.

Leben mit einer Immunthrombozytopenie

Was ITP für Betroffene bedeutet und warum diese besonders auf Blutspenden angewiesen sind, erläutern wir Dir an der Geschichte von Jess.
Autorin Elisa Louis

von 

Elisa
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 am 04.06.2020

Wer mit einer Immunthrombozytopenie (ITP) lebt, leidet an einem Mangel an Blutplättchen. Die Autoimmunkrankheit ist die häufigste erworbene Ursache für eine Blutungsneigung im Kindes- und Jugendalter. Die Krankheit kann leichte Verläufe annehmen, aber auch lebensbedrohlich werden. Was ITP für Betroffene bedeutet und warum diese besonders auf Blutspenden angewiesen sind, erläutern wir Dir an der Geschichte von Jess.

Entstehung der Autoimmunthrombozytopenie

Die Krankheit ITP (Immunthrombozytopenie) wird auch idiopathisch‎e thrombozytopenische Purpura‎, Autoimmunthrombozytopenie oder Werlhof-Krankheit genannt. Bei der Erkrankung des körpereigenen Abwehrsystems kommt es zu einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten‎). Diese kleinen Zellen werden im Knochenmark gebildet und sind hauptsächlich für die Blutstillung verantwortlich. Sie sorgen beispielsweise wie innere Pflaster dafür, dass nach einer Verletzung die Wände kleiner Blutgefäße innerhalb kürzester Zeit abgedichtet werden, sodass die Blutung zum Stillstand kommt. Bei einer Immunthrombozytopenie hält das Immunsystem fälschlicherweise die gesunden Blutplättchen für krank. Deshalb werden die Blutbestandteile in der Milz verfrüht und auch vermehrt abgebaut. Ob sich ein Patient mit ITP in Behandlung begeben muss, hängt von Dauer und Schweregrad der Blutungsneigung ab.

Typen und Verläufe von Immunthrombozytopenie

Es gibt zwei verschiedene Typen von ITP:

  • Bei der primären Immunthrombozytopenie handelt es sich um einen Mangel an Blutplättchen, der mit einer Blutungsneigung einhergeht und für den sich kein Auslöser finden lässt.
  • Zu den sekundären Immunthrombozytopenie-Formen gehören alle jene, bei denen die Auslöser für die Störungen der Körperabwehr bekannt sind, zum Beispiel Infektionen oder Medikamente.

Zudem gibt es unterschiedliche Schweregrade, von der leichten Blutungsneigung mit punktförmigen Hautblutungen und blauen Flecken, über die moderate Blutungsneigung mit häufig auftretendem Nasen- und/oder Zahnfleischbluten bis hin zur lebensbedrohlichen Blutungsneigung mit Blutungen im Gehirn und anderen inneren Organen. Warum es derart unterschiedliche Krankheitsverläufe gibt, ist noch nicht vollständig wissenschaftlich ergründet.

"Ich kann mir wirklich nur von Herzen wünschen und euch motivieren, steht auf, ‚opfert‘ ein wenig eurer Zeit, spendet Blut oder Plasma und rettet Menschenleben."

Jess beim Besuch des DRK-Blutspendezentrums Leipzig

Jess braucht Deine Spende

Jess ist seit ihrem 12. Lebensjahr an Immunthrombozytopenie erkrankt. Sie ist im Notfall auf Blutspenden anderer angewiesen, darf aber selbst aufgrund der Krankheit und ihrer geringen Thrombozytenzahl nicht spenden. Jess weiß daher, wie immens wichtig das Blutspenden ist. Zwar hat sie selbst noch keine Blutkonserven benötigt, aber spätestens bei einem Kinderwunsch und der Geburt eines eigenen Kindes wird sie auf das Blut anderer angewiesen sein. „Leider beschäftigen sich viel zu wenige mit dem Thema Blutspende oder gehen tatsächlich spenden“, bedauert Jess. Obwohl die Mehrzahl aller Bundesbürger einmal in ihrem Leben auf das Blut anderer angewiesen ist, spenden leider nur um die 3 Prozent.

 

Wenn Du Blut spenden und Leben retten willst, schau am besten gleich nach den nächsten Blutspendeterminen in Deiner Nähe. Informiere Dich auf unseren Seiten auch gerne über die Blutspende-Vorteile für Dich persönlich. Falls Du Fragen zu diesem Thema hast oder unsicher bist, ob Du Blut spenden kannst, steht Dir unsere kostenlose Hotline 0800 11 949 11 zur Verfügung.

Wir freuen uns, Dich bei einem unserer Blutspendetermine begrüßen zu dürfen!

Deine DRK-Blutspendedienste Nord-Ost und Baden-Württemberg - Hessen

 

Häufig gestellte Fragen

Die Immunthrombozytopenie, kurz ITP, ist eine Autoimmunkrankheit, bei der ein Mangel an Blutplättchen vorliegt, welche hauptsächlich für die Blutstillung verantwortlich sind. Bei Immunthrombozytopenie ist deshalb die Blutgerinnung der erkrankten Person gestört.

In den meisten Fällen Fällen hat ITP einen leichten Verlauf, bei dem keine Therapie nötig ist. Nur in sehr seltenen Fällen kann es zu einer lebensbedrohlichen Blutungsneigung innerer Organe kommen.

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Autorin Elisa Louis
Elisa

ist seit Oktober 2018 mit dem DRK-Blutspendedienst Nord-Ost verbunden. Als Social Media Managerin möchte sie vor allem auch jungen Menschen Blutspenden ans Herz legen.

Social Media Managerin

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