Mehrere Hände halten gemeinsam ein Herz aus Holz

"Das Blut des Anderen"

Ein Gedicht von Werner P. Hauschild
Autorin Elisa Louis

von 

Elisa
,

 am 04.06.2020

"In Zeiten, wo jeder nur noch an sich selber denkt, ist es gut, wenn man den Blick auch mal auf and`re lenkt."

Interessant, was uns manchmal für Nachrichten erreichen. Über dieses sehr gelungene Gedicht von Werner P. Hauschild haben wir uns besonders grefreut. Toll, was für Poeten unter unseren Spendern sind. Viel Spaß beim Lesen!

Das Blut des Anderen

Des Menschen kostbar Lebenssaft,
gibt nicht nur einem selbst, auch vielen and`ren Kraft.
Da ist an erster Stelle mal zu nennen,
ein Wesen, das wir leibhaftig gar nicht kennen.
Es lebte - oder lebt - in einem fernen Land
und wird landläufig nur Vampir genannt.
Diese Typen, die in Transsylvanien wohnten,
lebten stets nur im Verborgenen,
wo sie auf Bergen in Burgen und in Schlössern thronten.
Sie labten sich jahrhundertelang an teu`rem Menschenblut,
speziell ganz junge Mädchen, taten den Vampiren,
in ihrem Rausch dann ganz besonders gut.

 

Portrait von Werner P. Hauschild

Doch muss der Mensch auch noch mit and`ren teilen,
da kommen ungebeten auch Insekten dann zuweilen.
Mücken, Wanzen,Flöhe - nur einige sind hier zu nennen,
sicherlich gibt`s viele mehr, die wir nicht alle kennen.

Zuweilen wird der edle Saft, auch beim Doktor abgezapft.
Dient dabei so allerlei Versuchen -
um im Ergebnis , ein Stück Gesundheit zu verbuchen.
Da dann zum Schluß  immer noch genügend übrig bleibt,
wird dies von edlen Menschen, dem Spendenkonto einverleibt.
Da gibt es ja diverse Stellen,
das Rote Kreuz ist hier erstmal zu nennen,
mittlerweile auch Private , die sich dazugesellen.
Beim Roten Kreuz, da macht man`s kostenlos,
bei den Privaten lässt man`s honorieren,
bei denen scheint das "Blutgeschäft" auch zu florieren.
Bei kostenlosen Spenden, wird man dann auch geehrt,
gehoben in den Spendenadel,
und kriegt dazu - mit eingedruckter Spendenzahl
ne`richtig schöne Ehrennadel.
 

50 mal hab ich`s bisher getan und wurde angestochen.
Auch wenn die Nadel manchmal ein wenig piekte,
tat ich`s stets frohgelaunt und ungebrochen,
da meine Spenderlust bei jedem Mal obsiegte.
In Zeiten, wo jeder nur noch an sich selber denkt,
ist es gut, wenn man den Blick auch mal auf and`re lenkt.

 

Ich würd` mir wirklich wünschen, die Zeilen machen freudig Mut
und der geneigte Leser(in), geht auch beim nächsten Mal dann hin,
und spendet für Bedürftige sein Blut.
Das kostet nur ein wenig Zeit und tut -
den Menschen, die es dringend brauchen,
auch ganz besonders gut.

 

Werner P. Hauschild

. . .

©istockphoto.com – ThitareeSarmkasat


Autorin Elisa Louis
Elisa

ist seit Oktober 2018 mit dem DRK-Blutspendedienst Nord-Ost verbunden. Als Social Media Managerin möchte sie vor allem auch jungen Menschen Blutspenden ans Herz legen.

Social Media Managerin

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