Gesundheitscheck bei der Blutspende

Der Blutspende-Gesundheitscheck

Kevin Krenkel

von 

Kevin
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 am 29.05.2020

Mit einer Blutspende hilfst du nicht nur anderen Menschen, sondern du tust auch deinem Körper etwas Gutes. Warum Blutspenden gesund ist und welche Bedeutung der Blutspende-Gesundheitscheck dabei einnimmt, erklären wir dir in folgendem Beitrag.

Der Blutspende-Gesundheitscheck

Dass Blutspenden viele Vorteile für deine eigene Gesundheit mit sich bringt, ist oft nicht bekannt. Beispielsweise wird zu jeder Blutspende der Blutdruck, die Körpertemperatur und der Hämoglobinwert (Eisengehalt) vor Ort bestimmt. Über einen ganz besonderen Service können sich unsere regelmäßigen Spender freuen. Denn diejenigen, die innerhalb von 12 Monaten drei Vollblutspenden leisten, erhalten einen zusätzlichen Gesundheitscheck. Der Blutspende-Gesundheitscheck gibt Aufschluss über zentrale Blutwerte und mögliche Risikofaktoren, die dein Wohlbefinden betreffen. Dazu zählen unter anderem:

1. Risiko-/Blutwerte für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

2. Nierenfunktionswerte

  • Harnsäuregehalt des Blutes
  • Kreatiningehalt des Blutes

3. Infektionserkrankungen: Testergebnisse auf Hepatitis B, C und Syphilis

4. Eisengehalt (Hämoglobin) im Blut

Die Ergebnisse des Blutspende-Gesundheitschecks und deren Bewertung erhältst du von uns schriftlich mitgeteilt. Ein großer Vorteil der Blutspende liegt somit auf der Hand: regelmäßiges Blutspenden ist wichtig für die eigene Gesundheitskontrolle und die persönlichen Vorsorge.

Blutspende-Gesundheitscheck: Cholesterin im Blut

Am häufigsten ist das Herz-Kreislauf-System von Erkrankungen betroffen. Dazu gehören zum Beispiel Störungen des Fettstoffwechsels (Anstieg des Cholesterin-Gehalts) oder eine Erhöhung des Blutdrucks. Der Cholesterinwert, der beim Blutspende-Gesundheitscheck ermittelt wird, gibt an, ob ein gesteigertes Risiko zur Erkrankung an einer Herz-Kreislauf-Störung besteht. Deutlich zu niedrige Cholesterinwerte beeinträchtigen die Stoffwechselfunktion einer Zelle und können beispielsweise Ursache für psychische Störungen sein. Ein zu hoher Cholesterinspiegel führt zu Arterienverkalkung. Gesamt-Cholesterinwerte zwischen 120 und 200 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) gelten als optimal. Allerdings sind mit steigendem Alter auch Werte bis zu 240 mg/dl akzeptabel. Der Quotient aus dem LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein) – dem sogenannten „schlechten“ Cholesterin im Blut, da es Gefäßverkalkungen hervorruft – und seinem „guten“ Gegenspieler, den High Density Lipoproteinen (HDL), sollte kleiner als 4,2 sein. Solche Richtwerte sind jedoch immer abhängig vom Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Einzelnen und müssen individuell betrachtet werden.

Blutspende-Gesundheitscheck: Nierenfunktion

Im Rahmen des Blutspende-Gesundheitschecks wird der Harnsäure- und Kreatiningehalt des Blutes bestimmt. Beide Werte geben Aufschluss über die Funktionsfähigkeit der Nieren. Die Harnsäure ist ein Stoffwechselprodukt, das in der Leber gebildet und über die Nieren ausgeschieden wird. Eine dauerhaft erhöhte Harnsäure kann zu einer Gichterkrankung führen. Als normal gelten bei Frauen 2,4 bis 6 mg/dl und bei Männern 3,4 bis 7 mg/dl. Analog hierzu ist Kreatinin ein Stoffwechselprodukt des Muskelgewebes, das der Mensch mit dem Urin ausscheidet. Ein deutlich erhöhter Kreatinin-Wert deutet auf eine mögliche Nierenschädigung hin. Der Kreatinin-Wert sollte bei Männern 1,3 mg/dl und bei Frauen 1,1 mg/dl nicht überschreiten.

Blutspende-Gesundheitscheck: Infektionserkrankungen und Hämoglobin

Um die Transfusionsempfänger zu schützen, wird das Spenderblut auch in Hinblick auf verschiedene, ansteckende Erkrankungen untersucht. Dazu zählen Tests auf HIV, das Hepatitis B surface (HBs)-Antigen, Hepatitis C-Antikörper sowie auf die Geschlechtskrankheit Syphilis. Diese Untersuchungen erfolgen unabhängig vom Blutspende-Gesundheitscheck nach jeder Blutspende. Das gilt auch für die Überprüfung des Eisengehalts im Blut (Hämoglobinwert). Der Hämoglobinwert gibt Auskunft darüber, ob genügend roter Blutfarbstoff für den Sauerstofftransport zur Verfügung steht. Der vor der Spende gemessene Hämoglobinwert darf bei Frauen nicht unter 12,5 g/dl (Gramm pro Deziliter) und bei Männern nicht unter 13,5 g/dl liegen. Ein zu niedriger Hämoglobinwert spricht für Eisenmangel. Erfahre in unserem Magazinartikel "Eisenmangel richtig vorbeugen", was die Ursachen von Eisenmangel sein können und wie Du diesem vorbeugen kannst. 

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Kevin Krenkel
Kevin

Er liebt den Fußball, ist leidenschaftlicher Anhänger des BVB und geht sehr gern auf Metal-Konzerte.

Referent für Öffentlichkeitsarbeit DRK Blutspendedienst Nord-Ost

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